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Lernhilfen

 

 

Die wichtigsten Lernprinzipien: von Franz Sedlak

 

1. Wanderpfad-Prinzip:

Wenn man einmal durch eine Wiese geht, dann wird sich das Gras wieder

aufrichten. Wenn man es aber mehrmals tut, und zwar nicht nur an einem Tag,

sondern einige Tage hintereinander, dann wird sich der Weg abzeichnen, den

man gegangen ist. Ebenso ist es beim Lernen. Damit sich ein Stoff richtig

einprägen kann, muss man ihn öfters lernen und wiederholen. Und zwar nicht nur

an einem Tag, sondern einige Tage hintereinander.

 

2. Bergsteiger-Prinzip:

Zum wahren Erfolg führt kein Lift! Man muss schrittweise vorgehen, sonst wird

man mutlos. Man darf nicht gleich eine schwere Kletterroute wählen, sondern

zunächst einmal eine Bergwanderung. Sich zunächst kleine Ziele setzen – und

mit den Erfolgen wachsen!

 

3. Fitness-Prinzip:

Wer körperlich fit sein will, muss dauernd trainieren! Dabei müssen jene

Körperpartien am meisten trainiert werden, die es am Notwendigsten haben. Wer

in der Schule fit sein will, sollte ebenfalls laufend trainieren. Jeder Gegenstand

sollte mindestens einmal pro Woche intensiv gelernt werden, und die

Gegenstände, in denen man eher schwach ist, sollten noch intensiver mehrmals

in der Woche gelernt werden!

 

4. Schreibtisch-Prinzip:

Wenn man einen Schreibtisch mit sechs Laden hat, wird man dann zwei Fächer

voll stopfen und die übrigen leer lassen? Nein, denn das wäre völlig unsinnig!

Daher vermeiden, dass einige Tage überlastet sind und andere wieder ohne

Belastung bleiben! Die Aufgaben und Pflichten gleichmäßig aufteilen!

 

5. Krimi-Prinzip:

Wenn man zwei Kriminalromane hintereinander liest, wird man vielleicht nicht

wissen, welcher Täter zu welchem Roman gehört. Ebenso ergeht es jemandem,

der zwei sehr ähnliche Lernfächer hintereinander durchnimmt. Dies verwirrt und

hemmt das Gedächtnis. Daher versuchen, in den Lernnachmittag möglichst viel

Abwechslung zu bringen! Möglichst unähnliche Lernstoffe hintereinander lernen!

 

6. Badewannen-Prinzip:

Man kann in eine Badewanne nicht unbegrenzt Wasser einlaufen lassen.

Irgendwo muss das Wasser wieder ablaufen. Ebenso ist unsere

Aufnahmefähigkeit nicht unbegrenzt. Neuer Stoff braucht Platz. Das Hirn daher

nicht mit Unwesentlichem belasten, sondern sich auf das Wesentliche

konzentrieren!

 

7. Oasen-Prinzip:

Wenn ein Wanderer in der Wüste am Zusammenbrechen ist und er sieht eine

Oase vor sich, dann wird er noch einmal alle Kräfte sammeln, um zu diesem Ziel

zu gelangen. So ist es auch beim Lernen! Manchmal will man einfach aufhören

und kann nicht mehr weiter. Dann hilft es, sich ein Ziel vorzustellen oder zu

versuchen, ein Ziel zu finden auf das man hinarbeitet und für das man lernt!

 

8. Schaufenster-Prinzip:

Schaufenster von Kaufhäusern sind meist sehr eindrucksvoll gestaltet. Sie sind

nicht nur übersichtlich, sondern enthalten auch wichtige Effekte, verschiedene

Farben, verschiedene Anordnungen usw. Jede Seite im Heft oder Buch ist wie ein

leeres Schaufenster. Man kann durch Unterstreichen mit verschiedenen Farben

Ordnung in die Seite bringen und sie interessanter machen!

 

9. Fahrschul-Prinzip:

Wer nur am Stadtrand fahren gelernt hat, wird recht unsicher sein, wenn er zum

ersten Mal im Stadtzentrum fahren muss. Ebenso geht es uns, wenn wir den

Lernstoff nur durchlesen, wenn wir uns keine Prüfungsfragen stellen oder keine

Probeschularbeiten durchführen. Daher beim Lernen die Prüfungssituation

imitieren!

 

10. Künstler-Prinzip:

Stellen wir uns vor, wir sind Künstler und malen, dichten, bauen usw. uns selbst.

Betrachten wir das Lernen nicht nur als das Sammeln von Wissen, sondern als

Arbeit an uns selbst!

Links ins Internet:

 

n Schulpsychologoe Tirol

 

 

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