1.
Wanderpfad-Prinzip:
Wenn man einmal
durch eine Wiese geht, dann wird sich das Gras wieder
aufrichten. Wenn
man es aber mehrmals tut, und zwar nicht nur an einem Tag,
sondern einige
Tage hintereinander, dann wird sich der Weg abzeichnen, den
man gegangen
ist. Ebenso ist es beim Lernen. Damit sich ein Stoff richtig
einprägen kann,
muss man ihn öfters lernen und wiederholen. Und zwar nicht nur
an einem Tag,
sondern einige Tage hintereinander.
2.
Bergsteiger-Prinzip:
Zum wahren
Erfolg führt kein Lift! Man muss schrittweise vorgehen, sonst wird
man mutlos. Man
darf nicht gleich eine schwere Kletterroute wählen, sondern
zunächst einmal
eine Bergwanderung. Sich zunächst kleine Ziele setzen – und
mit den Erfolgen
wachsen!
3.
Fitness-Prinzip:
Wer körperlich
fit sein will, muss dauernd trainieren! Dabei müssen jene
Körperpartien am
meisten trainiert werden, die es am Notwendigsten haben. Wer
in der Schule
fit sein will, sollte ebenfalls laufend trainieren. Jeder Gegenstand
sollte
mindestens einmal pro Woche intensiv gelernt werden, und die
Gegenstände, in
denen man eher schwach ist, sollten noch intensiver mehrmals
in der Woche
gelernt werden!
4.
Schreibtisch-Prinzip:
Wenn man einen
Schreibtisch mit sechs Laden hat, wird man dann zwei Fächer
voll stopfen und
die übrigen leer lassen? Nein, denn das wäre völlig unsinnig!
Daher vermeiden,
dass einige Tage überlastet sind und andere wieder ohne
Belastung
bleiben! Die Aufgaben und Pflichten gleichmäßig aufteilen!
5.
Krimi-Prinzip:
Wenn man zwei
Kriminalromane hintereinander liest, wird man vielleicht nicht
wissen, welcher
Täter zu welchem Roman gehört. Ebenso ergeht es jemandem,
der zwei sehr
ähnliche Lernfächer hintereinander durchnimmt. Dies verwirrt und
hemmt das
Gedächtnis. Daher versuchen, in den Lernnachmittag möglichst viel
Abwechslung zu
bringen! Möglichst unähnliche Lernstoffe hintereinander lernen!
6.
Badewannen-Prinzip:
Man kann in eine
Badewanne nicht unbegrenzt Wasser einlaufen lassen.
Irgendwo muss
das Wasser wieder ablaufen. Ebenso ist unsere
Aufnahmefähigkeit nicht unbegrenzt. Neuer Stoff braucht Platz. Das Hirn
daher
nicht mit
Unwesentlichem belasten, sondern sich auf das Wesentliche
konzentrieren!
7. Oasen-Prinzip:
Wenn ein
Wanderer in der Wüste am Zusammenbrechen ist und er sieht eine
Oase vor sich,
dann wird er noch einmal alle Kräfte sammeln, um zu diesem Ziel
zu gelangen. So
ist es auch beim Lernen! Manchmal will man einfach aufhören
und kann nicht
mehr weiter. Dann hilft es, sich ein Ziel vorzustellen oder zu
versuchen, ein
Ziel zu finden auf das man hinarbeitet und für das man lernt!
8.
Schaufenster-Prinzip:
Schaufenster von
Kaufhäusern sind meist sehr eindrucksvoll gestaltet. Sie sind
nicht nur
übersichtlich, sondern enthalten auch wichtige Effekte, verschiedene
Farben,
verschiedene Anordnungen usw. Jede Seite im Heft oder Buch ist wie ein
leeres
Schaufenster. Man kann durch Unterstreichen mit verschiedenen Farben
Ordnung in die
Seite bringen und sie interessanter machen!
9.
Fahrschul-Prinzip:
Wer nur am
Stadtrand fahren gelernt hat, wird recht unsicher sein, wenn er zum
ersten Mal im
Stadtzentrum fahren muss. Ebenso geht es uns, wenn wir den
Lernstoff nur
durchlesen, wenn wir uns keine Prüfungsfragen stellen oder keine
Probeschularbeiten durchführen. Daher beim Lernen die Prüfungssituation
imitieren!
10.
Künstler-Prinzip:
Stellen wir uns
vor, wir sind Künstler und malen, dichten, bauen usw. uns selbst.
Betrachten wir
das Lernen nicht nur als das Sammeln von Wissen, sondern als
Arbeit an uns selbst!